Bluttest auf Trisomien.

41 Organisationen fordern vom Bundestag ethische Debatte und Gesetzgebung zu Nichtinvasiven Pränataltests (NIPT) ohne therapeutische Folgen

Der Bluttest auf Trisomien soll von den Krankenkassen, also von der gesamten Bevölkerung als Solidargemeinschaft bezahlt werden.
An vielen anderen Tests wird geforscht und sie stehen vor der Zulassung. Sie haben keinen medizinischen Nutzen, denn aus ihnen folgt keine Therapie.
Medizinische Komplikationen wie Herzfehler treten genauso bei Kindern ohne Trisomien oder mit anderen Dispositionen auf.

Währenddessen haben es Menschen mit Behinderung in den letzten Jahren immer mehr in die Öffentlichkeit geschafft - als Menschen mit Fähigkeiten.
Wie gut sich zum Beispiel Kinder mit Trisomie 21 in einem aufgeklärten Umfeld entwickeln können, ist mittlerweile öffentlich sichtbar geworden.

Und Menschen mit Behinderung sprechen mittlerweile für sich selbst, wie Nathalie Dedreux: Sie hat eine Petition gestartet, um gegen den Bluttest zu protestieren, weil er ihr abspricht, ein lebenswertes Leben zu führen.

Gleichzeitig werden aber diese Menschen und deren Eltern nicht gefragt, wenn "Beratungs-"Broschüren zu eben diese Bluttest erstellt werden.

Dagegen richtet sich ein Positionspapier, das von 41 Organisationen, u.a. dem die Inklusiven e.V., getragen wird, und vom Bundestag fordert, eine politische Ethik-Debatte im Sinne einer vielfältigen Gesellschaft zu führen sowie einen rechtlichen Rahmen zu schaffen.

Gerade die aktuelle Krise macht transparent, wie anfällig eine Gesellschaft ist, die nicht auf vielfältige Bedarfslagen ausgerichtet ist.