My Dear! - Unsere Aktion zum Muttertag

Eine realsatirische Kunst-Werbekampagne für mehr Wertschätzung von Eltern behinderter Kinder

Bielefeld 13.05.2018

Das Original "Schlau machen – Lehrer Werden"

„Es lohnt sich, Lehrerin oder Lehrer zu werden. Lehrer zu sein ist ein toller Beruf. Er ist abwechslungsreich, bietet viele Freiheiten und bringt große Verantwortung mit sich.“ 

Yvonne Gebauer

Quelle: Pressematerial der Kampange "Schlau machen – Lehrer werden". Pressemitteilung vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Unsere Realsatire "Eltern behinderter Kinder werden - Schlau machen."

„Es lohnt sich, Eltern von behinderten Kindern zu werden, das ist ein toller Job. Er ist abwechslungsreich, stellt hohe Anforderungen an Flexibilität, selbstgesteuertes lebenslanges Lernen und an ein dickes Fell. Er bringt sehr viel Verantwortung, denn es ist Glücksache, auf inklusiv denkende Menschen zu treffen.“

die Inklusiven e. V., Elternverein Bielefeld/ OWL

 

Eltern von behinderten Kindern wollen, dass ihr Kind seinen Platz in der Gesellschaft finden kann. Dazu gehört, dass es sich von Anfang zugehörig und einbezogen fühlt. Dazu gehört, in einem Klima des Willkommens und der Zugehörigkeit, sich mit Anderen auseinanderzusetzen, seine Stärken und Schwächen kennenzulernen, sich weiterzuentwickeln, zu wachsen, sich zu behaupten, einen sinnvollen Platz zu finden. Das kann nur in inklusiven Settings passieren, die zu schaffen die Bundesregierung seit 2009 in der Verpflichtung steht.

Behinderte Kinder sind allerdings noch nicht im Regelschulsystem angekommen – trotz erheblicher Steuergelder für Inklusion.

Das liegt bestimmt nicht daran, dass Gelder falsch eingesetzt wurden oder Eltern von Kindern mit Behinderungen als „vulnerable Gruppe“ so wenig unterstützt werden.

Das liegt sicher auch nicht daran, dass sie durch eine geringe Willkommenskultur an Schulen an den Rand der Überlastung gebracht werden.

Das liegt sicher auch nicht daran, dass viele Beziehungen daran zerbrechen und aus Eltern behinderter Kinder Alleinerziehende mit Kindern mit Behinderungen werden, die dann noch vulnerabler sind.

Insgesamt kann es wohl überhaupt nicht daran liegen, dass Eltern dies kaum freie Ressourcen lässt, sich für ihre Interessen und das Recht ihres Kindes auf inklusives Aufwachsen und Lernen über ihr Privatleben hinaus einzusetzen.

Sondern es braucht einfach mehr Eltern von Kindern mit Behinderung. Dazu haben wir uns von der Lehrer-Kampagne „Schlau machen. Lehrer werden“ des NRW-Bildungsministerium inspirieren lassen, natürlich kostensparend: Denn 2 Mill. Etat (nach unbestätigten Angaben), wer hat die schon übrig?

Das Ergebnis – tadahh! - ist unsere „Typografie“-Werbekampagne mit „Wortwitz“ für mehr Eltern mit behinderten Kindern, die sich auch an „Seiteneinsteiger“ richtet und „neugierig“ machen soll. Herausgekommen sind 7 Statements, welche die Position von Eltern behinderter Kinder und deren gesellschaftliche Unterstützung in den Mittelpunkt stellt.